Geschichte des heiligen Berges in Bärnbach

Nahe Bärnbach erhebt sich inmitten des Kainachtales der Heilige Berg, eine uralte Kult- und Kulturstätte. Er hat eine Seehöhe von 539 Meter. Schon von den Römern wurde er >mons sacer< genannt, war aber bereits um 1.000 v. Chr. besiedelt.



 

 

 

Anlässlich der Errichtung des Karmelitinnenklosters und der gleichzeitigen Sanierung der Kirche in den Jahren 1975-1976 wurden zahlreiche Reste dieser prähistorischen Besiedelung gefunden. Die den Funden nach bedeutendste Siedlungsepoche war die jüngere Urnenfelderzeit, etwa um 800 v. Chr.

Die dabei sichergestellten keramischen Erzeugnisse wie Töpfe, Schalen, Webstuhlgewichte und Spinnwirtel aus den Hütten des urnenfelderzeitlichen Dorfes, das offensichtlich ein Zentrum der Keramikerzeugung gewesen ist, sind im Landesmuseum Joanneum in Graz ausgestellt. Einige Stücke befinden sich im Sprechzimmer des Klosters und können dort besichtigt werden.

 

 


Die Kirche auf dem Heiligen Berg, deren Grundstein am 20. April 1660 gelegt wurde, ist eine Stiftung der Gräfin Eleonora Eusebia von Wagensperg. Diese gab den Auftrag, auf dem Heiligen Berg ein Gotteshaus und eine Kapelle mit der Nachbildung des Hl. Grabes zu errichten.

                         Foto vom Jahr 1946                                                Das Bild der Stifterin hängt in der Hl. Berg-Kirche         
 

 

 

Um 1730 wurde die Anlage auf dem Heiligen Berg vervollständigt durch vier Kapellen und eine Kreuzgruppe auf dem Gipfel des Berges.

Jede Kapelle ist einem Geheimnis des Schmerzhaften Rosenkranzes gewidmet, meisterhaft dargestellt in den Sandsteinfiguren des bekannten steirischen Barockbildhauers Philipp Jakob Straub, dem auch Christus und die Samariterin (Evangelium nach Johannes 4,1-26) zu beiden Seiten des Kirchhofeinganges zugeschrieben werden.

 

 


  Links die Samariterin mit Krug und rechts Christus sitzend (Foto: Dir. Gerald Paunger)
                           

Die drei steinernen Assistenzfiguren, Maria, Johannes und Magdalena, wurden vom bedeutenden Grazer Barockbildhauer Johann Jakob Schoy geschaffen.

                      
                    Kreuzigungsgruppe am Gipfel des Hl. Berges
                     

  Linkes Foto vom Jahr 1939  

 

 

 

Seit der Errichtung des Karmelitinnenklosters, die der Initiative und dem unermüdlichen Einsatz des Bärnbacher Pfarrers Msgr. Dr. Friedrich Zeck und der tatkräftigen Unterstützung des damaligen Diözesanbischofs Dr. h.c. Johann Weber zu danken ist, hat der Heilige Berg eine starke Revitalisierung erfahren.

Die gepflegte und geschmückte Kirche steht tagsüber offen und lädt zum stillen Gebet, zur Mitfeier des Stundengebetes und der hl. Messe ein.

      

 

      

 

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