Elisabeth von der Dreifaltigkeit

Elisabeth Catez wurde am 18. Juli 1880 in einem Militärlager in einem kleinen Städtchen vor den Toren von Bourges geboren und am 22. Juli, am Fest der hl. Maria Magdalena, getauft. Kurze Zeit später übersiedelte die Familie nach Auxonne, dann endgültig nach Dijon in Burgund. Als Tochter einer Offiziersfamilie hatte Elisabeth ein sehr lebhaftes, heftiges, cholerisches Temperament. Im Alter von sieben Jahren verlor sie ihren Vater, der 55-jährig an Herzversagen stirbt. Elisabeth war hochmusikalisch. Ihre Mutter schrieb sie im Alter von acht Jahren im Konservatorium in Dijon ein, wo sie mit dreizehn Jahren den ersten Preis für Klavier gewann.

Die erste Beichte im Jahr 1887 und ihre erste heilige Kommunion im Jahr 1891 waren entscheidende Gnadenmomente für ihr späteres Leben. Ganz plötzlich empfand sie zutiefst die Wirklichkeit Gottes in ihr. Von diesem Zeitpunkt an bekämpfte sie entschlossen die Fehler ihres Charakters.

In Dijon war es Brauch, am Nachmittag nach der Erstkommunion einen Besuch im Karmel zu machen. Die Priorin des Karmel erklärte ihr die Bedeutung ihres Namens: Elisabeth bedeutet „Haus Gottes“. Dieses Wort, in dem Elisabeth ein ganzes Lebensprogramm sah, hatte Elisabeth nie mehr vergessen: Sie wollte von nun an ein Haus Gottes sein, das von der heiligsten Dreifaltigkeit bewohnt ist.

Mit 14 Jahren legte sie ganz spontan als Antwort auf die Liebe Gottes, nach der hl. Kommunion das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Sie wollte Jesus ganz gehören. Bald danach wusste sie sich in den Karmel gerufen. Nach jahrelangem Widerstand ihrer Mutter trat Elisabeth am 2. August 1901 im Alter von 21 Jahren in den Karmel St. Josef in Dijon ein. Nach kaum vier Monaten Postulat wurde Elisabeth am 8. Dezember eingekleidet und erhielt den Ordensnamen “Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit”. In einem Brief von Ende Sep. 1903 schrieb sie: „Mein ganzes Bemühen besteht darin, in mein Inneres einzugehen und mich in jene Drei zu verlieren, die dort sind.”

Im Nov. 1904 verfasste sie ein berühmt gewordenes Gebet zur heiligsten Dreifaltigkeit, das ihre tiefe Schau dieses Geheimnisses und ihr inneres Leben mit den drei göttlichen Personen widerspiegelt. 

In der folgenden Zeit durchlebte sie eine Zeit der inneren Trockenheit und Dürre. Im reinen Glauben legte sie am 11. Januar 1903 die ewige Profess ab. Aus den Paulusbriefen schöpfte sie viel Trost und Kraft und besonders das Wort aus dem Epheserbrief „bestimmt zum Lob seiner Herrlichkeit“ (Eph 1,12) war das Thema für die folgenden drei Jahre bis zu ihrem Tod: „Laudem gloriae“ ist für sie ihr „Neuer Name“ (vgl. Offb 2,17),  ihre Aufgabe für die Ewigkeit.

Im Sommer 1903 traten die ersten Anzeichen der Addisonschen Krankheit auf. Ende März 1906 musste Elisabeth für die letzten acht Monate ihres Lebens auf die Krankenabteilung des Karmels übersiedeln.  In dieser so schmerzensreichen Zeit verfasste Elisabeth vier geistliche Traktate. Am Morgen des 9. November, dem Weihetag der Lateranbasilika starb sie. Ihre letzten Worte waren: „Ich gehe zum Licht, zur Liebe und zum Leben.“ Papst Johannes Paul II. hat sie 1984 seliggesprochen. Ihr Gedenktag wird im Karmel am 8. November gefeiert.
 

Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit wurde 1984 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit wurde 1984 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

 

Zitate

 

"Leben wir mit Gott wie mit einem Freund, machen wir unseren Glauben lebendig,
um mit ihm durch alles zu kommunizieren.."

 

"Wir tragen unseren Himmel in uns,
denn der Himmel ist Gott, und Gott ist in unserer Seele."

 

"Die Glücklichsten dieser Welt sind jene, die sich selbst vergessen."
 

"Ich bitte euch, prägt doch allem den Stempel der Liebe auf!"
 

"Wo immer du bist, du trägst Gott in dir."
 

"Braut sein heißt, alle Rechte über Sein Herz besitzen.
Es ist ein herzinniges Zwiegespräch in völliger Hingabe für ein ganzes Leben.
Es bedeutet, den leisesten Wink und den kleinsten Wunsch zu erspüren,
indem man den Blick immer auf Ihn gerichtet hält,
sich von allem in Ihm ausruhen und Ihm erlauben, Sich in uns auszuruhen."

 

"Nichts spricht mehr von der Liebe, die im Herzen Gottes verborgen ist, als die Eucharistie.
Hier ist die Einigung, hier die Vollendung; er ist in uns, und wir sind in ihm."


"Diese Vertrautheit mit ihm im Innern war die schöne Sonne,
die mein Leben bestrahlte und es im Voraus wie zu einem Himmel machte.
Das hält mich heute im Leiden aufrecht. Mir ist nicht bang wegen meiner Schwäche; 
sie gibt mir Vertrauen, denn der Starke ist in mir."

 

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