Maria

Nach einer kleinen Kirche "unserer lieben Frau" wurden die Eremiten auf dem Karmel
"Brüder der seligen Jungfrau vom Berge Karmel" genannt. Sie verehrten vor allem Maria als Mutter Jesu. In dem Regelkommentar Baconthorpes heißt es: "Wenn die Karmeliten ihre Regel beobachten, führen sie ein Leben wie Maria."
„Wenn wir uns Maria angleichen wollen, um eine Gottesbeziehung zu haben, die ganz und gar ihrem Beispiel entspricht, dann müssen wir eine zweite Maria werden. Wir müssen Maria erlauben, in uns zu leben. Maria darf nicht außerhalb des Karmeliten sein, sondern dieser muss ein Leben wie das ihrige leben, indem er in, durch und mit Maria lebt.“
Seliger Titus Brandsma, Ocarm († 1942)
Der weiße Mantel, den wir beim Gottesdienst tragen, wird als Zeichen unserer Nachahmung Marias gedeutet. Maria ist die Reine, die mit ungeteiltem Herzen ganz offen ist für Gott, das höchste Vorbild für die Haltung des Freiseins für Gott. Sie ist das Beispiel aller Tugenden. Ihr Leben ist der Spiegel, in dem wir sehen können, wie wir mit Gott eins werden sollen.
Am bekanntesten wurde die Marienfrömmigkeit des Karmel durch das Skapulier, wodurch sich viele Menschen unter den Schutz Marias stellten und sie als Patronin verehrten. Alle, die sich mit dem Skapulier bekleiden lassen, gehen eine Zugehörigkeit zum Karmel ein und drücken ihren Wunsch aus, mit Tugenden Marias, ihrem kontemplativen Geist und ihrer Herzensreinheit bekleidet zu werden. Am 16. Juli feiert der Karmel sein Hauptfest, das Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, das auch den Namen „Skapulierfest“ trägt.